Ein Jahr beginnt. Nüchtern betrachtet, passiert da ja nichts Besonderes. Die Zeit verrinnt gestern genauso schnell oder so langsam wie heute und noch 364 mal. Und doch ist der Jahreswechsel kein Übergang von einem Tag zum anderen.
Überall singt es in diesen Tagen... Fröhliches Geschnatter im Kindergarten, prallvolle Lautsprecher an den Glühweinbuden, vertraute Melodien in einem Adventskonzert ...überall singt es in diesen Tagen.
novemberversunken fliehen gegen das blasse licht des sechsuhrdreißigmorgens
der herbst ist reif und beiseite geht ein jahr umsichgreifen mit erdenen tönen aus nebel laub und spinnennetz einhüllen in die letzten strahlen schmeichelsonne
In dem schiefen Backsteinhaus, das an meinem Schulweg lag, war ein kleiner Spielzeugladen. Zwischen Teddy, Vero Construc und Eisenbahn im Schaufenster stand ein Segelboot, dass es mir angetan hatte. Ich konnte die Augen nicht davon lassen, so wunderschön: klappbarer Mast, Segel und ein schnittig blau-weißer Rumpf.
draußen stürmt es, hagel, regen wie im april... dazwischen sonne, ein regenbogen und darüber staunende kinderaugen... milch mit schaum, kaffee in drei lagen geschichtet, der lieblingskuchen erinnert rückwärts an einen schönen geburtstag im neuen zimmer und auf der terrasse.
das ganze gab es heute am ofen zum kraftschöpfen für die neue woche.
endlich!!! die strasse hat mich wieder! am wochenende konnte ich die ersten 45 kilometer der saison auf richtigem belag abfahren. nach den vergangenen wochen auf der freien rolle gab es zur belohnung unendlich klare luft, gegenwind und wiegetritt am berg. da kann kein dachbodentraining mithalten.
Unsere Adventslieder sind sooo schön – die Melodien, die Erinnerungen, die Bilder die sie wachrufen. Als Kind hab ich „Es kommt ein Schiff“ geliebt. Richtig hineinfühlen konnte ich mich in das Rollen der Wellen, das sanfte Wiegen und auch die Stürme...